Hamburger Gericht verbietet Nacktszenen im Wunderland

 

Freie Liebe ade. Gestern hat das Miniatur Wunderland per Einschreiben die richterliche Anordnung erhalten, per sofort alle Nacktszenen und Szenen, die Figuren in eindeutigen Posen darstellen, aus der Anlage zu entfernen.

Freie Liebe ade. Gestern hat das Miniatur Wunderland per Einschreiben die richterliche Anordnung erhalten, per sofort alle Nacktszenen und Szenen, die Figuren in eindeutigen Posen darstellen, aus der Anlage zu entfernen. Warum das Gericht zu dieser Entscheidung gelangt ist, wurde nicht mitgeteilt. Massive Beschwerden von Gästen sind nicht bekannt.

„Wir können die Entscheidung nur schwer nachvollziehen. Unsere Figuren stellen Leben in allen Facetten dar. Wir wollen ganz bewusst Gegensätze zeigen. Das echte Leben halt. Die Vielfalt macht den Blick auf unsere Welt doch erst spannend“ erklärt Frederik Braun und appelliert an das Gericht. “ So eine Zensur wäre eine grobe Verletzung unseres Rechts zur freien Meinungsäußerung. Zwingen Sie uns nicht zukünftig nur noch durch Scheuklappen auf die Welt zu schauen. Das würde die Kreativität und Freude der Modellbauer nachhaltig schädigen und das Wunderland grundlegend verändern. Das Resultat wäre eine monotone und idealisierte Welt, wie man sie vielleicht im Staatsmuseum Nordkoreas erwarten würden.“

Das Miniatur Wunderland hat beschlossen in Revision zu gehen. Da das Gericht eine Frist von gerade mal 24 Stunden zur Beseitigung der vermeintlich anstößigen Szenen gesetzt hat, wurde in einer eiligst einberufenen Sondersitzung des Modellbauteams ein Maßnahmenkatalog verabschiedet, um nicht durch Missachtung der Anordnung, den Bestand des ganzen Wunderlandes zu gefährden. Allen kleinen Figuren die nackt sind, oder sich gerade fortpflanzen, wurde soeben ein schwarzer Balken über die betroffenen Stellen geklebt. Zudem wurden alle Mitarbeiter mit mobilen schwarzen Balken ausgestattet, damit eventuell noch nicht zensierte Szenen umgehend vor den Augen der Besucher verborgen werden können.

„Wir hoffen mit diesen Maßnahmen erst einmal Ruhe zu finden und dann in einer anstehenden Revision das Recht auf freie Meinung und Liebe zurückzuerhalten. Denn Liebe ist doch das, was das Wunderland besonders macht und in meinen Augen das wundervollste der Welt ist. Liebe sollte nicht zensiert, sondern in allen Facetten gezeigt werden, auch wenn die ein oder andere Szene Liebe etwas progressiver interpretiert.“ fordert Gerrit Braun kämpferisch.

 Das Miniatur Wunderland

Direkt an der Elbe, in Hamburgs Speicherstadt liegt die größte Modelleisenbahn der Welt und eine der größten Touristenattraktionen Deutschlands. Mehr als 6 Millionen Besucher sind bereits in diese Welt aus Träumen, Illusionen und Unfassbarem eingetaucht.
Auf über 1300qm erstreckt sich das Miniatur Wunderland von Skandinavien bis in die USA, von der Waterkant bis ins Hochgebirge. Und die Welt wächst immer weiter! Im Wunderland erlebt man in nur wenigen Stunden, viele Tage und Nächte in den unterschiedlichsten Regionen dieser Erde. Ob Zocken in Las Vegas, Klettern in den Alpen oder Rudern in norwegischen Fjorden - im Wunderland ist alles möglich.
Nutzen Sie Ihren Hamburgaufenthalt und besuchen Sie das Miniatur Wunderland mit seinen 200.000 Minieinwohnern, bestaunen Sie die 930 Züge, 8850 zum Teil fahrende Autos und Schiffe, sowie das einmalige Lichtermeer aus über 300.000 einzelnen Lichtern. Das Wunderland ist das ultimative Spektakel für die ganze Familie.

GESCHICHTE

Im Juli 2000 besuchte Frederik Braun, gemeinsam mit seiner damaligen Freundin, die Alpenmetropole Zürich. Gemeinsam schlenderten sie durch die entlegenen Gassen der Zürcher Innenstadt und stießen dabei auf einen Modellbahnshop, der Kindheitserinnerungen von Frederik aufleben ließ. Inspiriert von diesen Eindrücken reifte in den darauf folgenden Stunden die Idee, einen vergessen geglaubten Kindheitstraum Wirklichkeit werden zu lassen.

Noch am selben Tag rief er seinen Zwillingsbruder Gerrit an und überrumpelte ihn mit folgender Aussage: „Wir bauen die größte Modelleisenbahn der Welt“. Gerrit, von Natur aus eher rational und skeptisch, zweifelte anfangs sehr an Frederiks Geisteszustand und der Ernsthaftigkeit dieser Idee. Aber nachdem er an diesem Tag noch mindestens sechs weitere Anrufe von Frederik zu diesem Thema erhielt und ihm voller Euphorie immer neue Ideen unterbreitet wurden, realisierte Gerrit, wie ernst es seinem Bruder mit diesem Einfall war. Der Gedanke, mit seinem einstigen Hobby Geld zu verdienen, begeisterte ihn ebenfalls. Jedoch war er im Gegensatz zu seinem Bruder Frederik anfangs sehr skeptisch und vertraute Zahlen mehr, als Emotionen.

Zudem stand das Umfeld der beiden Brüder der Idee sehr kritisch gegenüber. „Die meisten unserer Freunde erklärten uns zu diesem Zeitpunkt für verrückte, weltfremde Träumer, als wir Ihnen von unsere Idee erzählten“, beschreibt Frederik Braun die Stimmung von damals. Bruder Gerrit fügt hinzu: “Wahrscheinlich hätten wir mehr Zustimmung für eine Bobby-Car-Rennbahn auf dem Heiligengeistfeld bekommen, als für eine Modelleisenbahn. Das Bauen von Modelleisenbahnen galt damals als antiquiertes Hobby von Eigenbrödlern.“ Daher musste im Vorwege geklärt werden, ob sich ihr Traum finanziell überhaupt realisieren ließe, genügend Besucher kommen würden, alles technisch umsetzbar wäre und ob es einen geeigneten Ort für die Ausstellung geben würde. So begaben sich die beiden Zwillingsbrüder auf eine Reise durch Modellbaudeutschland, um den Ursachen für die spezielle Außenwahrnehmung des Hobbys auf die Spur zu kommen.

Zusätzlich wurde eine Umfrage über das AOL-Mitgliederverzeichnis durchgeführt, um festzustellen, ob genügend Besucher kommen würden, um den enormen Kapitalaufwand jemals zu decken. Über 3.000 Personen mit verschiedensten soziodemografischen Merkmalen wurden hierfür per Email befragt und sollten beurteilen, welche von 45, teils fiktiven, Sehenswürdigkeiten sie in Hamburg besuchen würden. Bei den Männern lag das Gedankenkonstrukt Miniatur Wunderland auf Platz drei, bei den Frauen auf dem allerletzten Platz. Trotz dieser gar nicht eindeutigen Ergebnisse stand nun für die beiden fest: „WIR BAUEN DIE GRÖSSTE MODELLEISENBAHN DER WELT“.

Nachdem der Entschluss fest stand, machten sie sich an die Auswertung der Ergebnisse aus der Umfrage und der Reise. Dabei entstanden hunderte Ideen und der Grundgedanke, ein Erlebnis für die ganze Familie zu bauen, fundamentierte sich. Es sollte keine Anlage hinter einer Glasscheibe entstehen, sondern eine komplette Modellwelt in der Züge nur eines von vielen Highlights sind. „Unsere Idee war es, eine Welt zu bauen, die gleichermaßen Männer, Frauen und Kinder zum Träumen und Staunen animiert“, beschreibt Gerrit Braun das Konzept. Mit dieser Grundidee und vielen weiteren Ideen und Spinnereien zur Ausgestaltung der Anlage, fuhren sie zu Gerhard Dauscher nach Mühlhausen in der Nähe von Neumarkt.

Gerhard Dauscher war sofort von der Idee der beiden überzeugt und sagte alle Termine und Aufträge ab. Seit diesem Tag ist er der Chefmodellbauer des Miniatur Wunderlandes und für einen großen Teil des Erfolges verantwortlich. Bevor allerdings mit dem Bau begonnen werden konnte, musste ein Team gefunden werden. Daher entschlossen sich die drei, ein Modellbaucasting durchzuführen. Für dieses Casting bewarben sich mehr als 150 Personen. Es wurden insgesamt 40 Interessierte, verteilt auf zwei Tage eingeladen. Basierend auf dem Casting suchte sich Gerhard Dauscher ein Team aus Männern und Frauen zusammen, die zu 95% keine klassischen Modellbauer, sondern exzellente Handwerker waren.

Und so begann der Bau des Miniatur Wunderlandes in der Speicherstadt, der bis heute andauert. Bis jetzt wurden schon über 1000 qm von den mittlerweile rund 150 Mitarbeitern bebaut und bis 2014 sollen viele weitere folgen.

Meilensteine:
13. Juli 2000 Geburtstag der Idee in Zürich
September 2000 Unterzeichnung des Mietvertrages
01. November 2000 Einzug in den Speicher am Kehrwieder 2-4
15. November 2000 Baubeginn des ersten Abschnitts mit 20 Mitarbeitern
August 2001 Eröffnung des Miniatur Wunderlandes mit mittlerweile 40 Mitarbeitern
22. November 2002 Eröffnung des Hamburgabschnitts
Dezember 2003 Eröffnung des Amerikaabschnitts
2004 Das Team des Miniatur Wunderlandes besteht aus mehr als 100 Mitarbeitern
10. Februar 2005 Der 2.000.000. Gast besucht das Miniatur Wunderland
Juli 2005 Eröffnung des Skandinavienabschnitts
2006 Gerrit und Frederik Braun werden in Hamburg “Unternehmer des Jahres“
20. April 2006 Das Miniatur Wunderland knackt die 3.000.000-Besuchermarke
Mai 2007 Das Team des Miniatur Wunderlandes besteht aus mehr als 150 Mitarbeitern
13. Juni 2007 Der 4.000.0000. Besucher betritt das Miniatur Wunderland

12. November 2007 Eröffnung des Bauabschnitts Schweiz
31. Dezember 2007 Neuer Besucherrekord: 910.000 Besucher im Jahr 2007
Frühjahr 2008 Offizieller Baubeginn des Flughafen-Abschnittes
16. Juli 2008 Begrüßung des 5.000.000. Besuchers
30. September 2008 Eröffnung der Sonderausstellung 'Die geteilte Stadt'
25. Juni 2009 Der 6.000.000 Gast besucht das Miniatur Wunderland
1. Januar 2010 Das Miniatur Wunderland erhält 800 qm neue Fläche – der Ausbau ist gesichert
4. Mai 2011 Eröffnung des Abschnitts Knuffingen Airport
August 2012 Ein neuer Eingangsbereich und ein Restaurant werden eröffnet

Meinung der PISA: 5,5 / 6 PISA PUNKTE!!

Hier ist der Spaß vorprogrammiert. Jeder, der das Miniatur Wunderland besucht, ist fasziniert von der detaillierten Wiedergabe der Bahnlandschaften und vor allem der Gebäude und Bewohner im Gelände rund um die Bahngleise. Hier kann man sich stundenlang mit den dargestellten Veranstaltungen, wie z.B. Ein DJ Bobo Konzert, beschäftigen. Im vollbesetzten Stadion tritt der HSV im Heimspiel gegen den FC St-Pauli an und wird von Fahnen schwenkenden Fans angefeuert. Durch verschiedene Aktions-Tasten, kann der Besucher kleine Bewegungen auslösen und die Landschaft lebendig machen. Der ständig wechselnde Tag-Nacht-Modus läßt die Welt der Modellbahn immer wieder in ein Lichtermeer versinken und im anschließenden Morgengrauen den nächsten Tag begrüßen. Ein besonderer Hingucker: Der Flughafen wartet mit startenden Flugzeugen auf, die sich erst Richtung Startbahn in Bewegung setzen und schließlich im Originalsound über die Rollbahn beschleunigen, um schließlich abzuheben und in den Wolken zu verschwinden.

Das Miniatur Wunderland bieten Unterhaltung für Groß und Klein, bei der man auch nach längerem Betrachten immer wieder neue Situationen erleben kann.

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